Klinische Psycho-Neuro-Immunologie (KPNI)

Die Klinische Psycho-Neuro-Immunologie (KPNI) ist ein wissenschaftlich fundierter, interdisziplinärer Ansatz, der die enge Wechselwirkung zwischen Psyche, Nervensystem, Hormonsystem, Immunsystem und Stoffwechsel untersucht.

Der menschliche Organismus funktioniert nicht in getrennten Einzelsystemen. Stress, emotionale Belastungen, Ernährung, Entzündungsprozesse und hormonelle Regulation beeinflussen sich gegenseitig – oft über komplexe neuroendokrine und immunologische Mechanismen. Genau hier setzt die KPNI an.

Psyche & Nervensystem

Psychischer Stress, Überforderung oder unverarbeitete Erfahrungen wirken direkt auf das autonome Nervensystem. Eine anhaltende Aktivierung von Stressachsen kann Schlaf, Verdauung, Immunfunktion und emotionale Regulation nachhaltig beeinflussen.

Hormonsystem & Stoffwechsel

Das endokrine System reagiert sensibel auf Stress, Nährstoffversorgung und Entzündungen. Dysbalancen können sich u. a. in Erschöpfung, Gewichtsschwankungen, Zyklusstörungen oder Leistungsabfall zeigen.

Immunsystem & Entzündungsprozesse

Chronische Entzündungen, Infekte oder autoimmune Prozesse stehen häufig in engem Zusammenhang mit Stressbelastung, Darmfunktion und neuroendokriner Regulation. Die KPNI betrachtet diese Prozesse nicht isoliert, sondern im Gesamtzusammenhang.

Ernährung & Supplementierung

Ernährung liefert die biochemischen Grundlagen für Nervensystem, Hormone und Immunfunktion. In der KPNI wird gezielt analysiert, welche Nährstoffe fehlen, welche Belastungen bestehen und wie Ernährung sowie Supplementierung individuell angepasst werden können, um Regulationsprozesse zu unterstützen.

Therapeutischer Ansatz

In meiner Arbeit wird dieses Wissen mit körperlichen, psychotherapeutischen und ernährungsmedizinischen Maßnahmen verbunden. Ziel ist es, nicht nur Symptome zu behandeln, sondern die zugrunde liegenden Regulationsstörungen zu erkennen und nachhaltig zu beeinflussen.

Die KPNI eignet sich besonders bei komplexen, chronischen oder multifaktoriellen Beschwerden – wenn Körper und Psyche gemeinsam aus dem Gleichgewicht geraten sind.

Mikro-Biom Analyse und Therapie

Das Darmmikrobiom – die Gesamtheit aller im Darm lebenden Mikroorganismen – spielt eine zentrale Rolle für Gesundheit und Regulation des gesamten Organismus. Es beeinflusst Verdauung, Stoffwechsel, Immunsystem, Hormonhaushalt und über die Darm-Hirn-Achse auch das Nervensystem und die Psyche.

Ein ausgewogenes Mikrobiom trägt zur Stabilität von Immunreaktionen, zur Nährstoffaufnahme und zur Schutzfunktion der Darmschleimhaut bei. Kommt es jedoch zu einer Dysbalance, können vielfältige Beschwerden entstehen – von Verdauungsproblemen über chronische Entzündungen bis hin zu Erschöpfung, Infektanfälligkeit oder psychischen Symptomen.

Mikrobiom & Immunsystem

Ein großer Teil des Immunsystems ist im Darm lokalisiert. Veränderungen der Darmflora können Immunreaktionen verstärken oder fehlsteuern und stehen im Zusammenhang mit chronischen Entzündungen, Autoimmunprozessen und Allergien.

Mikrobiom & Nervensystem

Über die sogenannte Darm-Hirn-Achse besteht eine enge Verbindung zwischen Darm und Gehirn. Mikrobielle Stoffwechselprodukte beeinflussen Neurotransmitter, Stressverarbeitung und emotionale Regulation.

Mikrobiom & Stoffwechsel

Die Zusammensetzung der Darmflora wirkt sich auf Blutzuckerregulation, Fettstoffwechsel und hormonelle Balance aus und kann bei anhaltender Dysregulation metabolische Beschwerden begünstigen.

Analyse & therapeutischer Ansatz

Mittels gezielter Mikrobiom-Analyse wird die Zusammensetzung der Darmflora differenziert betrachtet. Auf dieser Grundlage erfolgt eine individuell abgestimmte Therapie, die Ernährung, gezielte Supplementierung sowie – wenn sinnvoll – probiotische und präbiotische Maßnahmen kombiniert.

Ziel ist es, die Darmfunktion zu stabilisieren, entzündliche Prozesse zu regulieren und das Zusammenspiel zwischen Darm, Immunsystem, Nervensystem und Stoffwechsel nachhaltig zu unterstützen.

Die Mikrobiom-Therapie eignet sich besonders bei chronischen oder multifaktoriellen Beschwerden, bei Erschöpfung, Stressbelastung, Verdauungsproblemen sowie immunologischen und psychosomatischen Symptomen.

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